Gemeinsam in der physischen Distanz

Gemeinsam in der physischen Distanz

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von Fritz Hinterberger

Interessant ist, dass das UniNEtZ-Projekt in Zeiten des physical distancing  beginnt, zusammen zu wachsen. Hilfreich war sicher, dass in den letzten Tagen dessen, was wir heute Normalität nennen, (bei uns an der Angwandten) noch die 2-tägige UniNEtZ-Großveranstaltung (dazu sollte es einen eigenen Beitrag geben! – von wem?) statt gefunden hat, bei der sich viele von uns noch getroffen haben.

Seither kommen wir also virtuell näher. Und das ist auch ziemlich wichtig. Zum einen geht es darum, den Interaktionen zwischen den SDG-Gruppen auf die Spur zu kommen. Für mich ist das schon bei der Erarbeitung der „Optionen“ wichtig. Bis Ende Juni sollen wir uns ja zumindest auf eine Liste von zu bearbeitenden Vorschläge an die Politik (im UniNEtZ-Jargon also „Optionen“) einigen, die dann bis Herbst nach einem genau vorgegebenem Schema ausgearbeitet werden sollen (hierzu sollte es auch eine eigene „Story“ geben – von mir).

Und je mehr ich über solche Vorschläge aus Sicht von „menschenwürdiger Arbeit und Wirtschaftswachstum“ (SDG 8) nachdenke, desto mehr kommen mir Überschneidungen zu anderen SDGs in den Sinn. In Target (=Unterziel) 8.4 geht es beispielsweise um die „Ressourceneffizienz“ – und die ist jedenfalls auch in SDG 12 („nachhaltiger Konsum und Produktion“) explizit angesprochen. Also beteilige ich mich als Gast in der einschlägigen Unterarbeitsgruppe und bringe ein, was uns hier wichtig ist: die Einbeziehung von Ressourcen, die in den nach Österreich importieren Produkten drin stecken. Etwas weiter gedacht gibt es einen engen Konnex zu Target 13.2 (klimapolitische Maßnahmen) und ich muss mit Mathias Kirchner reden, ob nicht neben CO2-Steuern auch an Ressourcensteuern als Option gedacht werden müsste. Aber auch Wasser (SDG7) und Energie (SDG6) sind Ressourcen – und schließlich auch die nachwachsenden Energie- und Rohstoffe, die in SDG15 als „Leben an Land“ angesprochen werden.

Um all das uns noch viel mehr, ging es am vergangenen Freitag im sogenannten „SDG-Karussell“. Ursprünglich noch als physisches Zusammen-Kommen in Salzburg gedacht, hatten wir (organisiert von der UniNEtZ-Koordination in Innsbruck – danke!!!) im Stundentakt eine Reihe von parallelen virtuellen Räumen zur Verfügung. Ich selber hatte mit Meike Bukowski aus Salzburg einen solchen Raum vorbereitet, in dem Kolleg*innen aus den SDGs 1 (Armut), 5 (Gender), 10 (Verteilung) und eben 8 zusammen gekommen sind. Ein Bericht folgt. Am 19.6., beim nächsten SDG-Karussell wird die Übung fort gesetzt.

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